Advent

Am Sonntag, bzw. am Samstag um 18 Uhr, wenn die Kirchenglocken läuten, beginnt der Advent. Das Wort Advent bedeutet Ankunft und es geht um die Ankunft Gottes in der Welt.

Als Christenmenschen feiern wir die Ankunft Gottes in der Welt, weil vor über zweitausend Jahren ein Kind zur Welt gekommen ist. Und weil dieses Kind - entgegen aller Wahrscheinlichkeit - lebte und bis heute Menschen berührt und dazu bewegt, ihr Leben zu ändern.

Die verletzlichste Situation, die man sich für ein Menschenkind nur ausmalen kann - viel zu junge Mutter, ungeklärte Vaterschaft, nirgends gab es Platz für dieses Kind, so dass es in einer Futterkrippe im Stall zur Welt gekommen ist - dieser Inbegriff der Verletzlichkeit ist der Ort, an dem sich das Göttliche verbirgt.

Das Göttliche verbirgt sich in der Verletzlichkeit und Menschlichkeit, das ist das, was wir im Advent alle Jahre wieder neu lernen und feiern.

Und ich habe jetzt garkeine Lust dazu, diesen moralischen Zeigefinger zu erheben und mich irgendwie über den Kaufrausch und die Sales und den Stress in der Adventszeit zu stellen, und damit ja dann auch nichts anderes zu tun, als irgendwelche Must-Haves der Adventszeit vorzugeben.

So oder so kann ich nicht viel dazu sagen, was der Advent für mich ist, mich berührt die Adventszeit alle Jahre wieder so tief, dass meine Worte dafür niemals ausreichen werden.
Was ich aber sagen kann, ist, dass es für mich eine Zeit des Innehaltens ist, eine Pause, eine Zwischen-Zeit, zwischen den Jahren, zwischen Altem und Neuem, zwischen Himmel und Erde.
Mit der Ankunft Gottes in der Welt geht für mich mein eigenes, erneutes, vertieftes Ankommen in meinem eigenen Leben einher.
Und für mich ist der Advent deshalb eine Zeit der Besinnung, der Reflexion, der Umkehr vielleicht, des sich neu Ausrichtens. An der Liebe, an dem, was wesentlich ist in meinem Leben. Nicht eine hektische, sondern eine langsame, ruhige Zeit. Weniger eine Zeit der klaren Positionen und Ansagen, als vielmehr eine Zeit der Fragen.

Genau dazu will ich dich hier auf Ganz Da einladen und mitnehmen in diese Zeit der Reflexion und des sich neu Ausrichtens, und dafür habe ich mir einen Adventskalender für dich ausgedacht, der aus 37 Fragen besteht.
Für jeden Tag der Adventszeit, die am Sonntag mit dem 1. Advent beginnt und bis zum 6. Januar geht, für jeden Tag der Adventszeit gibt es eine Frage für dich, die du dir selbst stellen kannst und die für dich ein Denkanstoß sein soll und eine Inspiration in dieser heiligen und stillen Zeit des Innehaltens. Du kannst diesen Adventskalender auch mit einer geliebten Person teilen und ihr könnt die Fragen für euch gemeinsam beantworten oder ihr geht sie mit ein paar Freunden am Silvesterabend durch.

Genau, und ich habe mir das so überlegt, dass ich immer zum Wochenende sieben, bzw. acht neue Fragen hochlade, und diese Fragen sind nummeriert mit dem Datum und du kannst dir die immer an dem Tag einmal durchlesen und sie mit in deinen Tag nehmen - oder alternativ habe ich die Fragen der Woche auch als winzige Zehn-Minuten-Meditation für dich aufgenommen, weil du dann vielleicht nochmal fokussierter und ganzheitlicher in diese Fragen eintauchen kannst.
Und diese kleine Mini-Meditation kannst du dann in der entsprechenden Woche an jedem Tag machen, ich persönlich würde sie abends machen, wenn ein bisschen Ruhe einkehrt, du kannst sie aber auch morgens oder zwischendurch machen - einfach so, wie es für dich richtig ist! Du weißt am besten, was deine Seele braucht und was dir gut tut!

Ich wünsche dir so, so viel Freude und Zauber und Liebe in dieser heiligen Zeit! Danke, dass es dich gibt und dass du da bist!

In Liebe
Deine Anne

Hier geht’s zum Adventskalender!
Woche 1: Dankbarkeit
Woche 2: Frieden Woche 3: Erkenntnis